Nach den Studien zum Sternenhimmel folgte das faszinierende Thema der Lichtqualitäten zu den verschiedenen Tageszeiten. Morgen, Mittag, Nachmittag und Abend verkünden ganz unterschiedliche Lichtstimmungen. Diese zu beobachten und in ihrer Qualität genau zu erfassen, zu empfinden, zu beschreiben und zeichnerisch/malerisch umzusetzen prägte die Arbeiten der Monate bis zum Jahresende.

Dabei widmeten sich die Künstler neben der Naturbeobachtung auch Werken von Camille Pissarro, Jule Boulez, Emile Claus, P.O. Runge, sowie Texten von Heinz Grill, die das seelische Erleben zu den Lichtqualitäten prägnant und feinsinnig beschreiben. Durch diese empfindsame und genaue Beschreibung wird der Blick des Künstlers angeregt, nicht nur die beeindruckenden Farben der Lichtstimmungen zu sehen, sondern auch auf dieses feinere seelische Erleben aufmerksam zu werden und die besondere Stimmung im Idealfall lebendig auf die Mal- oder Zeichenunterlage zu bringen

Es wurden die verschiedenen Tageszeiten parallel im Vergleich gezeichnet, aber auch Schwerpunkte festgelegt – gar nicht so bewusst gezielt vorgenommen und doch sehr gut abgestimmt mit dem Jahreslauf: Im Winter der Sternenhimmel, im Frühling mit dem erwachenden Jahr der Morgen, an seinem Sonnenhöchststand im Sommer der Mittag und mit dem Herbst hin zur Jahresneige der Abend, an dem der Tag scheidet, so wie mit dem Herbst das Jahr.


Waldbach am Morgen
Waldbach zu Mittag
Waldbach am Nachmittag
Waldbach am Abend

Angelika Gigauri, Pflanzenfarben


Der Lauch im Abendlicht, welches die Pflanze leicht umhüllt und eine ruhige Atmosphäre spendet.
Andrea Partheymüller, Gerber

Baum im Park in den ersten Sonnenstrahlen des Morgens
Cornelia Foerch

„Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln können.“
Pablo Picasso


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